FGM – die grausame Realität

Trotz Verbot von FGM und Einstufung als Menschenrechtsverletzung durch UN, UNICEF, UNIFEM, WHO, sowie NGOs wie Amnesty International, werden in über 35 Ländern Mädchen beschnitten, 3 Millionen im Jahr, 8.000 täglich.

In allen relevanten Ländern im mittleren Afrika, in Ägypten, dem Jemen, Irak, Indonesien und Malaysia arbeiten seit den 1980er Jahren nichtstaatliche Initiativen gegen die Verstümmelungspraxis. Vor einigen Jahren berichtete die UNICEF und das Internacional Center for Research on Women von einem Projekt mit der EU, bei dem tausenden Mädchen die Verstümmelung erspart werde.

Weiters, dass Senegal die bevorstehende totale Aufgabe von FGM erklärt habe und 5.300 Gemeinden diese Praxis bereits aufgegeben hätten; dass in Ägypten die Zahl der Familien, die FGM aufgeben wollen, von 3000 auf 17000 gestiegen sei; dass im Sudan die Saleema Kampagne FGM in einer Generation überhaupt ausrotten will.

Die Realität sieht anders aus:

Im Sudan wurde 2009 die bereits verbotene FGM von der neuen muslimischen Regierung wieder erlaubt, die Beschneidungen     finden nun auch im Spital statt.

Ägypten zählt heute mit >90% zu den Ländern mit den höchsten FGM-Raten.

Und im Senegal sind lt. Terre des femmes die Zahlen sowohl der BefürworterInnen als auch der Betroffenen in den letzten Jahren relativ konstant geblieben.

Nur bei wenigen Themen ist die Fülle an widersprüchlichen Daten und Fakten größer.

3,9 Mio Euro an EU Fördergeldern flossen in den Jahren 2008-12 in das gemeinsame Projekt von EU und UNICEF und weiteres Geld wird nötig sein, um durch Aufklärung, Erziehung, Bruch mit alten Traditionen, der Verbesserung der kaum vorhandenen gesellschaftlichen Stellung von Frauen, dieser Folter ein Ende zu machen.

JEDES EINZELNE MÄDCHEN IST ES WERT, VOR DIESEM GRAUSAMEN SCHICKSAL BEWAHRT ZU WERDEN!

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